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Part 9 

Wieder und wieder küssten sie sich, sie ließen nicht voneinander ab, wie an einem untergehenden Strohhalm klammerten sie sich aneinander.

Plötzlich ging die Tür mit einem Knall auf. Sie schraken auf und drehten ihre Köpfe zum Eingang, wo ihre Peiniger standen.

„Sieh an, zwei schwule Knirpse. Gott wird erzürnt sein, er wird euch bestimmt im Fegefeuer dafür brennen lassen. Ich werde euch heute einen kleinen Vorgeschmack darauf geben. Steht auf!“

Noch über die rätselhaften Worte des Entführers nachdenkend, standen die Zwei auf. Ihnen wurden abermals die Hände hinter dem Rücken gefesselt und sie wurden wieder in die große Halle geführt. Dort wurde Aki mit dem Rücken zur Lehne gefesselt, sie drückte unerträglich gegen seine Wunden. Lauri hingegen wurde mit seinem verletzen Oberkörper an die Lehne gefesselt. Die Schmerzen, die er dabei hatte, waren ihm deutlich ins Gesicht geschrieben. In diesen Positionen konnten sich die zwei Geliebten ansehen. Ein Kuttenmann trat in die Mitte, in der Hand trug er einen Bunsenbrenner, mit dem er zu Aki trat. Er ließ das Gas heraus strömen und zündete es vor Akis Augen an. Die kleine, blaue Flamme war extrem heiß, Aki konnte es auf seiner nackten Haut fühlen.

Die Flamme näherte sich langsam Akis Oberkörper, sie strich sanft über seinen Bauch, hinauf zu seiner Brust. Überall dort, wo die züngelnde Flamme Akis Haut berührte, bildeten sich große, rote Brandblasen. Die Schmerzen waren grausam. Aki schrie sich die Seele aus dem Leib. Sein Folterer lachte hämisch und zog die kleine Flamme über Akis Schulter hinab zu seinem gebrochenen Handgelenk. Aki entwich nur noch ein leises Krächzen. In seinem Körper war nur noch für ein Gefühl Platz, Pein, doch so unglaublich die Schmerzen auch waren, er fiel nicht in eine befreiende Bewusstlosigkeit, denn der Kidnapper hörte mit seinem kranken Spiel kurz vorher auf.

Akis Kopf fiel haltlos nach vorne, auch das letzte bisschen Kraft, das ihm noch nicht von all den Entbehrungen genommen worden war, wich aus ihm.

Ein anderer Entführer trat hinter Aki, grub seine Finger in dessen Haare und riss seinen Kopf daran in die Höhe, so konnte Aki sehen, wie derjenige mit dem Bunsenbrenner sich währenddessen hinter Lauri aufgebaut hatte. Die blaue Flamme hatte nichts von seiner Stärke verloren. Lauris Körper verkrampfte sich schmerzhaft beim Geräusch des austretenden Gases. Er sah in Akis schönes Gesicht, das von Schmerz und Entbehrung gezeichnet war, in Akis Augen breitete sich Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit aus, doch Lauri wollte noch nicht aufgeben, er wollte nicht, dass es so endete.

Er fühlte wie die Flamme näher kam, konnte die Hitze auf seinem Rücken fühlen. Sie strich von seiner rechten Seite zur linken, von dort zu seinem Schulterblatt. Er hatte sich die Schmerzen schlimm vorgestellt, aber sie waren höllisch. Er begann zu schreien und hörte erst auf, als sein Peiniger den Bunsenbrenner ausschaltete.

Vor Lauris Augen waren tausend Sterne explodiert, er fühlte sich wie ein Hummer, der bei lebendigem Leibe gekocht wurde. Es stank nach verbranntem Fleisch, seinem Fleisch. Alles drehte sich um ihn, doch die erlösende Ohnmacht wollte nicht kommen, wie wäre er froh darüber gewesen.

Der Kidnapper stellte sich in die Mitte und sagte fröhlich: „Meine Freunde, das war die Wirkung des Feuers!“

Er machte einem anderen Platz, der mit rauer Stimme sprach: „Meine Brüder, wir haben uns hier versammelt, um unseren leidigen Diskussionen über das beste Folterinstrument ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen. Ich bin sicher, wir sind uns einig, dass Feuer das beste Folterwerkzeug ist. Ich bin froh, dass wir diese Meinungsverschiedenheit damit bereinigen konnten und dass wir dazu noch zwei solch berühmte Gehilfen hatten. Mit leichtem Bedauern müssen wir aber nun diese Zwei loswerden. Wer weiss, vielleicht würde man unserem Kreis durch sie auf die Schliche kommen und das wollen wir verhindern.“

Zwei der Gestalten traten hinter die zwei Musiker und banden sie los. Kraftlos fielen sie von den Stühlen. Der Anführer dieses so genannten Kreises trat zu ihnen und fuhr sie an: „Kniet euch anständig hin!“

Mühsam arbeiteten sich die Zwei auf ihre Knie. Der Kreisführer zog eine Pistole aus seiner Robe.

„Nun, welcher von euch beiden Schwuchteln soll als erster sterben? Der winzige, schwache Sänger oder der kleine, aufbrausende Schlagzeuger? Es ist eure Wahl.“

„Du wirst uns sowieso beide umbringen, also was spielt das für eine Rolle?“, flüsterte Lauri schwach.

„Eine ganz große, entweder siehst du deinen Freund sterben oder dein Geliebter sieht dich sterben. Also, wer soll es sein?“

„Wenn das so ist, dann nimm zuerst ihn“, brachte Aki krächzend hervor.

„Oho, wie heroisch. Nein, ich denke, ich nehme zuerst dich.“

Er richtete die Pistole auf Akis Kopf. Dieser sah ein letztes Mal zu Lauri, sah in seine wunderschönen Augen. Er lächelte Lauri aufmunternd zu und flüsterte leise: „Ich liebe dich, Lauri.“

„Wie süß!“, lachte der Tyrann.

Er zog den Entsicherungshebel zurück und lud die Waffe. „Ich liebe dich auch, Aki.“

Millimeter um Millimeter näherte sich der Finger des Anführers dem Abzug, Aki schloss die Augen.

Dann geschah alles ganz schnell; ein Schuss fiel, Aki zuckte zusammen, doch er fühlte keinen Schmerz, verwirrt öffnete er die Augen. Der Kidnapper stand immer noch vor ihm. Er sah ungläubig auf seine Brust hinab, aus einem kleinen Loch sprudelte Blut. Seinem Mund entwich ein erstaunter Laut, der von seinem Blut weggeschwemmt wurde, er ließ die Pistole fallen und sackte vor Aki zu Boden.

Dann war die Hölle los; Türen wurden aufgestoßen, Fenster gingen zu Bruch, überall strömten Leute hinein. Die vier restlichen Gestalten stoben in alle Himmelsrichtungen davon, doch keiner entkam der Polizei.

Von der Erschöpfung und den Schmerzen übermahnt, fiel Lauri bewusstlos in Akis Arme. Dieser hielt ihn fest, bis einer der Polizisten zu ihm trat und etwas sagte, doch Aki konnte ihn nicht hören. Er sah, wie sich der Mund des Polizisten bewegte, aber den dazugehörigen Ton konnte er nicht mehr wahrnehmen. Alles begann, sich zu drehen, rote Schlieren zogen vor seinen Augen vorbei, dann wurde alles schwarz.




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