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Part 18 

Blinzelnd öffnete Aki die Augen, es war dunkel um ihn herum, auch durch das winzige, geöffnete Fenster kurz unter der Decke drang kein Licht, es musste Nacht sein. Aki zitterte, das einzige Kleidungsstück, das er trug, waren seine Boxershorts.

Er stöhnte laut auf, als er versuchte, seinen Kopf zur Seite zu drehen, Sterne begannen vor seinen Augen zu tanzen, ihm wurde schlecht. Er versuchte seine Hände, die über seinem Kopf mit Ketten gefesselt waren, frei zu bekommen. Doch anstatt sich befreien zu können, begann er, sich an den Ketten im Kreis zu drehen. Die Übelkeit nahm zu. Verzweifelt streckte er seine Beine, um auf dem Boden ruhigen Stand zu bekommen, aber nur seine großen Zehen erreichten die Erde. Aki beugte den Kopf nach vorne, bevor er sich auf den Fußboden und seinen Oberkörper erbrach. Er würgte und spuckte, bis nichts mehr in seinem Magen war. Die Übelkeit war weg, aber seine Kopfschmerzen meldeten sich nachdrücklich zu Wort.

Aki wusste nicht, wie lange er in diesem Raum schon baumelte, als eine Glühbirne unter der Decke flimmernd zum Leben erweckt wurde. Eine Türe wurde aufgestoßen und herein kam sein Entführer.

„Was zum…?! Hast du keine Selbstbeherrschung?! Der Gestank ist ja ekelhaft. Und sieh dich an, so kann ich dich doch nicht präsentieren. Ich werde dich wohl zuerst waschen müssen.“

Er trat zu einem Regal und nahm aus diesem einen Gartenschlauch, den er an den Wasserhahn des Spülbeckens in der Ecke schloss. Er drehte den Hahn auf kalt. Den Strahl richtete er auf Akis Rücken. Aki zuckte zusammen und ließ seinen Atem zischend entweichen. Der Entführer lief um Aki herum, bis er sicher war, dass das Erbrochene weggeschwemmt und Aki durch und durch nass war. Er stellte das Wasser ab und warf den Schlauch in die Ecke.

Aki zitterte am ganzen Körper, seine Zähne klapperten und seine Lippen hatten sich blau gefärbt.

„So siehst du schon viel besser aus. Wir wollen doch unser Publikum nicht enttäuschen.“

„Welches Publikum?“, fragte sich Aki still.

Der Kidnapper verließ kurz den Raum und kam mit einer Kamera und einem Stativ zurück. Er baute sie vor Aki auf und trat wieder zum Regal. Aki konnte nicht sehen, was er heraus nahm, da er es in seiner Jackentasche verschwinden ließ. Akis Peiniger betätigte den On-Knopf der Kamera und trat davor.

„Guten Abend, geschätzte Zuschauer, willkommen zu meiner Sendung. Heute Abend werden Sie erleben können, wie der große Aki Hakala die Rache für mein Oberhaupt zu spüren bekommt.“

Er drehte sich theatralisch zu Aki um und machte dabei einen Schritt zur Seite, damit die Kamera direkt auf Aki zeigte.

„Hast du in der Schule gut aufgepasst, Wicht?“, fragte er Aki gefährlich leise.

Aki wusste nicht, ob er auf die Frage reagieren sollte, er hatte furchtbare Angst.

„Antworte!“

„Nicht… Nicht immer“, stotterte Aki.

„Aber das Wasser Elektrizität leitet, hast du bestimmt gelernt, oder?“

„J… Ja.“

„Dann weißt du sicher auch, was gleich passieren wird.“

Mit vor Entsetzen weit aufgerissenen Augen starrte Aki den Elektroschocker in den Händen des Entführers an. Wie eine Schlange schnellte die Hand des Fremden nach vorne, blaue Funken sprühten, als der Schocker Akis Haut berührte.

Ein kurzer, abgehackter Schrei verließ Akis Kehle, sein Körper zuckte für ein paar Momente unkontrolliert, bis er bewegungslos in den Ketten hing. Für einen Augenblick fühlte Aki gar nichts, seine Glieder waren taub.

Erneut traf ihn der Schocker, die Elektrizität raste durch seine Nervenbahnen und ließ ihn aufschreien, wieder konnte er für ein paar lange Sekunden seinen Körper nicht fühlen.

Diese Prozedur wiederholte sich fünf Mal. Auf Akis Bauch waren, wo der Schocker ihn berührt hatte, kleine Brandblasen entstanden. Sein Herz schlug, als hätte er gerade einen Marathon hinter sich gebracht, die Elektrizität hatte ihre Wirkung vollbracht, dazu kam die unsagbare Angst davor, was sein Peiniger noch geplant hatte.

Dieser trat wieder vor die Kamera.

„Freuen Sie sich auf eine weitere Folge meiner Sendung mit meinem Stargast, Aki Hakala.“

Er schaltete die Kamera aus, baute sie ab und drehte sich zu Aki um. „Das werde ich jetzt deinen Freunden schicken. Mal sehen, was sie davon halten. Eigentlich hätte ich ja den Kauz mit den Federn in den Haaren auch noch bestrafen wollen, aber leider war die Polizei schneller als ich. Das wäre so schöne gewesen, ihr hätte euch gegenseitig foltern müssen um nicht umgenietet zu werden.“

Verschwommen nahm Aki diese Worte wahr. Lauri war in Sicherheit… Er wollte nicht, dass seine Freunde mit seiner Folterung behelligt wurden.

„Bitte, lasse sie aus dem Spiel, sie haben dir nichts getan…“, flüsterte er.

„Du hast mir auch nichts getan, das hindert mich aber trotzdem nicht, dich zu foltern!“

Mit einem hämischen Lachen verließ der Fremde den Raum.

Aki ließ den Kopf hängen. Was sollte er bloß tun? Wie sollte er hier heraus kommen? Er wollte zu Lauri, ihn in die Arme schließen, ihn küssen. Doch auch das war ihm nicht vergönnt. Lauri wollte ihn nicht, nur als Freund, Lauri liebte Aki nicht so, wie Aki ihn liebte. Es war zum Verzweifeln. Tränen suchten sich ihren Weg über Akis bereits feuchte Wangen. Erschöpft schloss er die Augen, er war müde, fror, sein ganzer Körper schmerzte. Er wollte nur noch schlafen.

Kurz, nachdem er in einen traumlosen Schlaf gefallen war, wurde er durch einen Schwall eiskaltem Wasser geweckt.

„Habe ich gesagt, dass du schlafen darfst?“

Mit wütend funkelnden Augen stand sein Entführer vor ihm.

„Ich habe dich etwas gefragt! Habe ich dir erlaubt zu schlafen?!“

„Ich… Ich… Du hast nichts gesagt.“

Aki versuchte immer noch, wach zu werden.

„Dann weißt du es jetzt. Es wird nicht gepennt und jedes Mal, wenn dir die Augen zufallen, werde ich dich wecken. Ich sehe alles, was du machst, auf meiner Überwachungskamera.“

„Aber… Aber… Ich…“

"Nichts aber, wenn du frech werden willst, können wir sonst gleich mit der nächsten Sendung weitermachen.“

„Nein, bitte nicht!“

„Siehst du, geht doch. Bevor ich es vergesse, hast du irgendwelche menschlichen Bedürfnisse?“

Verständnislos sah Aki seinen Entführer an.

„Ob du mal musst?! Gott, wie blöd bist du eigentlich?“

„Ich… Ja… Ich muss.“

„Ich werde dich herunterlassen, aber versuche nichts Dummes, du würdest hier nicht lebend herauskommen!“, meinte er drohend.

Der Fremde öffnete den Verschluss zur Kurbel und ließ Aki an den Ketten zu Boden gleiten. Aki konnte sich kaum auf den Beinen halten, sein Peiniger legte seinen Arm um Akis Taille und schleppte ihn nach draußen. Aki sah weitere, graue Mauern, nichts kam ihm bekannt vor. Sie erreichten eine Tür.

„Hier rein und beeil dich, wenn ich das Gefühl habe, dass du zu langsam bist, komme ich dich holen. Kapiert?“

Schwach nickte Aki und taumelte durch die Tür. Im kleinen Raum dahinter war eine Toilette, weiter nichts. Als er fertig war, trat er wieder hinaus. Sein Entführer empfing ihn und führte in zurück in sein Gefängnis, wo er ihn wieder ankettete und in die Luft hob.

 




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