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Part 20

Aki wusste nicht, wie viel Zeit vergangen war, er hatte sein Zeitgefühl verloren, ihm erschien es wie eine kleine Ewigkeit. Zweimal hatte ihn sein Peiniger losgebunden, um ihn seine Notdurft erledigen zu lassen. Er hatte ihn nicht weiter gefoltert, doch schlafen ließ er ihn auch nicht, dunkle Ringe hatten sich unter seinen Augen gebildet. Ebenso zu Essen bekam er nichts, nur ab und zu etwas zu trinken. Sein Gesicht war eingefallen und leichenblass, er glich eher einem Skelett als einem Menschen. Aki hatte Kopf- und Magenschmerzen, er fror erbärmlich und er war todmüde.

Aki hatte einmal von dieser Art von Folter gelesen. Man nannte sie „Weiße Folter“, weil sie fast oder gar keine äusserlichen Merkmale hinterließ. Diese Weise war in der Neuzeit gängiger, da man den Folterern nichts nachweisen konnte. Sie war aber deswegen nicht weniger brutal, sie quälte das Opfer psychisch.

Aki fragte sich, ob er dem standhalten konnte. Wie sollte er das überleben? Er wollte zu Lauri, auch wenn dieser ihn nicht liebte, in seiner Nähe fühlte er sich geborgen und sicher. Er musste stark sein.

Die Tür zu seinem Gefängnis öffnete sich und sein Peiniger trat ein, in seiner rechten Hand eine Peitsche.

Aki wollte seinen Augen nicht trauen, wollte ihn sein Entführer wirklich auspeitschen?

„Du hast sicher schon bemerkt, was wir heute vorhaben. Deine kleinen Freunde werden sich bei deinem Anblick wünschen, ich hätte dir einen schnellen Tod bereitet.“

„Nein, bitte…“, flehte Aki mit kaum vernehmbarer Stimme.

„Tss, was für ein Schwächling bist du eigentlich?“

Der Entführer trat wieder vor seine Kamera, schaltete sie an und sprach: „Meine werten Zuschauer, heute werden Sie Zeuge davon, wie mein Stargast Blut lässt.“

Er trat hinter Aki. Dieser versuchte sich auf den Schmerz vorzubereiten, doch es gelang ihm nicht. Als der erste Hieb eine tiefe Wunde in seinem Rücken hinterließ, schrie er laut auf.

Immer und immer wieder grub sich die Peitsche in Akis Rücken, seinen Hintern und seine Oberschenkel. Bei Akis erstem Schrei fing sein Entführer an zu lachen und bei jedem weiteren Schrei lachte er lauter, hämischer, wahnsinniger. Dieses Geräusch brannte sich in Akis Gehirn, genauso wie die unvorstellbaren Schmerzen.

Dann abrupt hörte es auf. Aki fühlte, wie sein Blut seinen Rücken hinab über seine Beine zu seinen Zehen lief und von dort auf den Boden tropfte.

Sein Peiniger trat zu ihm und drehte ihn so, dass seine Rückseite gegen die Kamera zeigte. Beinahe sanft strich sein Folterer Akis Wunden nach, dabei murmelte er zusammenhangloses Zeug.

„So wunderschön, perfekt… Mein Kunstwerk… Mein Erbe…“

Aki wollte schreien, aber seine Stimme war heiser, nur ein leises Krächzen drang aus seiner Kehle. Der Fremde hörte nicht auf, Akis Wunden zu berühren, das Blut auf seinem Rücken zu verschmieren, Muster damit zu zeichnen.

„Ein Geschenk Gottes… Niemand wird mich vergessen… Niemand.“

Tränen liefen über Akis Wangen. Würde so sein Leben enden? Zu Tode gefoltert von einem Wahnsinnigen? Krampfhafte Schluchzer entwichen Akis Mund. Bei jeder kleinsten Berührung schmerzten seine Wunden mehr und sein Peiniger hörte einfach nicht damit auf. Aki ertrug es nicht.

„Lauri…“, krächzte er.

„Lauri.“

Immer lauter, vermischt mit seinen Schluchzern.

„Lauri!!!“

Bis seine Stimme brach und ihn die Ohnmacht sanft umarmte.




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